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Sicherheitsschuhe Weite

 

Inhaltsverzeichnis
  1. Was bedeutet Weite bei Sicherheitsschuhen?
  2. So ermittelst du deine Schuhweite
  3. Für wen eignen sich breite Sicherheitsschuhe?
  4. Sicherheitsschuhe und orthopädische Einlagen
  5. Häufige Fehler und Best Practices
  6. Empfehlungen aus dem Burgia-Sortiment
  7. Häufige Fragen

Sicherheitsschuhe Weite: Definition, Vergleich und richtige Wahl

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026
Sicherheitsschuhe Weite: Die Weite eines Sicherheitsschuhs bezeichnet den Umfang des Schuhinnenraums an der breitesten Fußstelle, dem Ballenbereich zwischen Groß- und Kleinzehengrundgelenk. Sie entscheidet darüber, ob ein Sicherheitsschuh auch bei breiten, voluminösen oder orthopädisch versorgten Füßen druckfrei und normkonform sitzt.
Infografik zur Sicherheitsschuhe-Weite: Messpunkte am Fuß und Vergleich der Weiten W10 bis W14 verschiedener Hersteller Messpunkte und Weiten-Vergleich: So unterscheiden sich W10 bis W14 bei Atlas, Elten und uvex.
Was bedeutet Weite bei Sicherheitsschuhen?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Die Weite wird am Ballenumfang gemessen, nicht an der Fußlänge.
  • Standardweite ist bei den meisten Herstellern W10 oder W11.
  • Breite Ausführungen beginnen bei W12 und reichen bis W14 (Extrabreit).
  • Jeder Hersteller nutzt eigene Bezeichnungen, eine einheitliche Norm fehlt.
  • Falsche Weite kann die Schutzfunktion der Zehenschutzkappe beeinträchtigen.

Die Sicherheitsschuhe Weite beschreibt den Innenumfang eines Arbeitsschuhs an der breitesten Stelle des Vorfußes. Anders als bei normalen Straßenschuhen spielt dieser Wert bei Sicherheitsschuhen eine besonders kritische Rolle: Gemäß EN ISO 20345, der europäischen Sicherheitsnorm für Sicherheitsschuhe, enthält jeder Schuh ab Klasse S1 eine starre Zehenschutzkappe aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff.

Diese Kappe gibt nicht nach. Sitzt der Schuh in der Weite zu eng, drückt die Kappe seitlich gegen den Fuß, was nach wenigen Arbeitsstunden zu Druckstellen, Blasen oder dauerhaften Fehlbelastungen führt. Träger von Sicherheitsschuhen stehen oder gehen häufig bis zu zehn Stunden täglich, jeder Millimeter Passform wirkt sich direkt auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus.

Warum ist die Weite bei Sicherheitsschuhen kritischer als bei normalen Schuhen?

Bei gewöhnlichen Freizeitschuhen weicht das Obermaterial seitlich aus, wenn der Schuh zu eng ist. Weiche Leder oder Mesh-Materialien geben dem Fuß nach, unangenehm, aber kurzfristig tolerierbar. Bei Sicherheitsschuhen verhindert die starre Zehenschutzkappe diesen Ausweichmechanismus vollständig. Der Fuß hat exakt den Raum, den der Schuhleisten vorgibt, nicht mehr.

Hinzu kommt ein zweiter Faktor: Viele Beschäftigte entwickeln im Laufe eines Arbeitslebens Fußveränderungen. Laut einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie tragen mehr als 30 % der arbeitenden Bevölkerung Schuhe, die in der Breite nicht zu ihrem Fuß passen. Bei stundenlangem Stehen oder Gehen entstehen daraus Fehlbelastungen, die langfristig zu Spreizfuß, Rückenproblemen und Gelenkverschleiß führen können.

30 %
der Beschäftigten tragen Schuhe in der falschen Breite (DGOU)
10 h
maximale Tragezeit pro Tag in Berufen mit Sicherheitsschuhen
+8 mm
Fußschwellung im Tagesverlauf, relevant für die Weitenwahl
W10. W14
Weiten-Spanne bei Atlas, die umfangreichste am Markt
Was bedeutet Weite konkret, und was nicht?

Die Weite eines Sicherheitsschuhs beschreibt ausschließlich den Umfang im Ballenbereich. Weite ist kein Maß für die Gesamtbreite des Schuhs, nicht für die Höhe des Schuhinnenraums und nicht für die Weite im Fersenbereich. Wer breite Füße hat, aber gleichzeitig eine schmale Ferse, steht vor einer Passformherausforderung, die nicht allein über die Weitenwahl gelöst werden kann, hier helfen spezielle Einlagen oder Modelle mit verstellbarem Schnürsystem.

Die Weite eignet sich außerdem nicht als Ersatz für die korrekte Schuhgröße. Ein Schuh in Extraweite W14, der zwei Nummern zu groß ist, bietet keinen ausreichenden Zehenschutz mehr, der Fuß rutscht nach vorne, und die Zehenschutzkappe sitzt nicht mehr über den Zehen. Beide Maße, Länge und Weite, müssen korrekt sein.

So ermittelst du deine persönliche Schuhweite
Das Wichtigste auf einen Blick
Fußweite messen mit Maßband, Fuß steht auf Papier mit eingezeichnetem Umriss zur Bestimmung der Sicherheitsschuh-WeiteFußweite messen mit Maßband, Fuß steht auf Papier mit eingezeichnetem Umriss zur Bestimmung der Sicherheitsschuh-Weite
  • Messung immer nachmittags, Füße schwellen tagsüber um bis zu 8 mm.
  • Messung mit Arbeitssocken, nicht barfuß.
  • Den Umfang messen, nicht die Breite, das Maßband muss um den Fuß gelegt werden.
  • Bei Einlagenbedarf: gemessene Weite plus eine Stufe wählen.

Die Sicherheitsschuhe Weite lässt sich ohne Fachgeschäft zuverlässig selbst bestimmen. Der folgende Ablauf benötigt ein Blatt Papier, ein weiches Maßband und eine zweite Person:

  1. 1Ein Blatt Papier mit Klebeband auf dem Boden fixieren.
  2. 2Mit Arbeitssocken auf das Papier stellen und den Fußumriss von einer zweiten Person nachzeichnen lassen. Stift eng am Fuß führen, nicht schräg anlehnen.
  3. 3Das Maßband an der breitesten Stelle des Fußes anlegen, zwischen Großzehen- und Kleinzehengrundgelenk. Einmal vollständig um den Fuß führen und den Umfang in Millimetern ablesen.
  4. 4Den gemessenen Wert in der Hersteller-Tabelle des gewünschten Modells mit der passenden Schuhgröße abgleichen. Liegt der Wert zwischen zwei Stufen, immer zur größeren Weite wechseln.
  5. 5Bei vorhandenem Einlagenbedarf: eine Weiten-Stufe aufwärts wählen. Faustformel: Jede Stufe entspricht circa 6 mm mehr Umfang.
Praxis-Hinweis: Nachmittags messen, nicht morgens. Füße schwellen im Tagesverlauf durch Belastung und Körperwärme um bis zu 8 mm. Wer morgens misst und dann zehn Stunden arbeitet, kauft zu eng.
Wann reicht die Standardweite, und wann nicht?

Die Standardweite W10 passt für Füße ohne Fehlstellungen und ohne Einlagenbedarf. Sie deckt nach Hersteller-Angaben den Großteil der Bevölkerung ab. Wer jedoch einen oder mehrere der folgenden Punkte auf sich zutrifft, sollte mindestens Weite 12 wählen:

  • Spreizfuß (abgeflachtes Quergewölbe, verbreiterter Vorfuß)
  • Plattfuß (abgeflachtes Längsgewölbe)
  • Hallux valgus (seitliche Abweichung der Großzehe)
  • Hammerzehen oder Krallenzehen
  • Orthopädische Einlagen mit mehr als 3 mm Stärke
  • Diabetes mellitus (erhöhte Druckempfindlichkeit)
  • Lymphödem oder chronisch geschwollene Füße

Ein einfacher Test für den Alltag: Wer nach einer vier-stündigen Arbeitsschicht Druckstellen an der Außenseite des Vorfußes oder am Kleinzehengrundgelenk bemerkt, trägt mit hoher Wahrscheinlichkeit die falsche Weite, oder eine Weite, die zwar passt, aber für die gewählte Einlage zu eng ist.

Für wen eignen sich breite Sicherheitsschuhe, und für wen nicht?
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Breite Sicherheitsschuhe sind nicht für schmale Füße geeignet, fehlender Seitenhalt erhöht das Umknick-Risiko.
  • Berufsgruppen mit besonders häufigem Breitweitenbedarf: Logistik, Bauhandwerk, Pflege, Gastronomie.
  • Fußtypen mit zwingendem Extraweiten-Bedarf: Spreizfuß, Plattfuß, Hallux valgus, Diabetiker.

Breite Sicherheitsschuhe lösen ein konkretes Passformproblem, sie sind aber kein universelles Upgrade. Sicherheitsschuhe in Weite W14 bieten bei schmalen Füßen keinen ausreichenden Seitenhalt mehr. Der Fuß kann seitlich kippen, was das Risiko von Umknickverletzungen erhöht. Extraweite Modelle sind ausschließlich dann sinnvoll, wenn der gemessene Ballenumfang tatsächlich in diesem Bereich liegt.

Welche Berufsgruppen haben den größten Bedarf an breiten Sicherheitsschuhen?
Lagerlogistik und Kommissionierung

Stundenlange Steharbeit auf hartem Untergrund fördert Spreizfuß. Schwere Lasten belasten den Vorfuß zusätzlich. Weite W12 als Basisempfehlung.

Bauhandwerk und Tiefbau

Unebenes Terrain und schwere Schutzausrüstung erfordern festen Sitz. Gleichzeitig führt langjährige körperliche Arbeit oft zu Fußdeformitäten. Weite W12. W14.

Pflegeberufe und Gesundheitswesen

Schichtarbeit mit langen Stehzeiten auf Klinikböden. Viele Pflegekräfte benötigen orthopädische Einlagen, Weite W12 ist hier Mindeststandard.

Gastronomie und Hotellerie

Glatte Böden, Fettspritzer und langes Stehen. Breite Sicherheitsschuhe mit rutschhemmender Sohle (SRC-Norm) und Weite W12 sind der Standard.

Industrie und Metallverarbeitung

ESD-Schutz häufig gefordert. Viele Modelle in Extraweite verfügbar. Weite W12 bei normalem Fuß, W14 bei Einlagen oder Fehlstellungen.

Forstwirtschaft und Outdoor-Berufe

Dicke Socken und Einlegesohlen reduzieren effektiv die verfügbare Weite. Grundsätzlich eine Weiten-Stufe über dem Messwert wählen.

Sicherheitsschuhe, orthopädische Einlagen und DGUV 112-191

Die Kombination aus Sicherheitsschuhen und orthopädischen Einlagen stellt eine besondere Herausforderung dar. Orthopädisch gefertigte Einlagen erhöhen den Fußumfang im Ballenbereich und reduzieren gleichzeitig die innere Höhe des Schuhs. Beides beeinflusst, welche Weite und welche Schuhgröße korrekt ist.

Gemäß DGUV Grundsatz 112-191 (Benutzung von Fuß- und Knieschutz) müssen Arbeitgeber bei medizinisch notwendiger Einlagenversorgung geeignete Sicherheitsschuhe bereitstellen, die Raum für die Einlage bieten, ohne die Schutzfunktion zu mindern. Das bedeutet in der Praxis: Wer orthopädisch versorgt ist, hat Anspruch auf Sicherheitsschuhe in der passenden Weite, die Kosten trägt der Arbeitgeber.

Arbeitgeber-Pflicht: Laut DGUV 112-191 müssen Arbeitgeber bei medizinisch begründetem Einlagenbedarf Sicherheitsschuhe mit ausreichender Weite bereitstellen. Beschäftigte müssen dies nicht selbst finanzieren.
Welche Weite ist mit Einlagen konkret nötig?

Als Faustformel gilt: Konfektionierte Einlagen bis 3 mm Stärke können in Sicherheitsschuhen der Standardweite W10 getragen werden, sofern die Originaleinlage entfernt wird. Für orthopädisch angefertigte Einlagen ab 5 – 6 mm Stärke ist mindestens Weite W12 notwendig. Bei besonders voluminösen Einlagen (z. B. bei Diabetikern oder nach Fußoperationen) ist Weite W14 der Standard.

Erfahrungsgemäß unterschätzen Beschäftigte den Platzbedarf ihrer Einlagen. Wer eine Einlage in einen Standardschuh legt und feststellt, dass der Schuh jetzt drückt, hat nicht die falsche Einlage, sondern die falsche Weite.

Häufige Fehler und Best Practices bei der Weitenwahl

In der Praxis zeigen sich beim Thema Sicherheitsschuhe Weite immer wieder dieselben Fehler, die folgende Übersicht zeigt die häufigsten und wie man sie vermeidet:

  • Weite nach Gefühl wählen: Ohne Messung unterschätzen viele Beschäftigte den eigenen Ballenumfang um eine Weiten-Stufe. Messung ist Pflicht.
  • Herstellerbezeichnungen gleichsetzen: W12 bei Atlas entspricht X W bei Elten und Weite 12 bei uvex, wer das nicht weiß, kauft falsch.
  • Einlagendicke ignorieren: Wer orthopädische Einlagen von mehr als 5 mm Höhe verwendet, muss eine Weiten-Stufe über dem gemessenen Wert wählen.
  • Morgens messen: Füße schwellen im Tagesverlauf um bis zu 8 mm. Die Messung sollte nachmittags erfolgen, nicht morgens nach dem Aufstehen.
  • Zu breiten Schuh wählen, um Komfort zu erhöhen: Ein Schuh, der seitlich zu viel Spiel lässt, bietet keinen Seitenhalt. Das erhöht die Sturzgefahr auf unebenem Untergrund.
  • Nur die Länge testen: Beim Anprobieren nur die Länge zu prüfen und dabei die Weite zu ignorieren ist der häufigste Fehler beim Schuhkauf.
Achtung: Sicherheitsschuhe in Extraweite W14 sind ausdrücklich nicht für Füße mit normalem Ballenumfang geeignet. Zu viel Spiel im Schuh reduziert den Seitenhalt und erhöht das Risiko von Umknickverletzungen, insbesondere auf unebenem Gelände oder bei Leitern-Arbeit.
Best Practices laut Arbeitsschutz-Praxis

Arbeitsschutz-Spezialisten empfehlen in der betrieblichen Praxis folgende Vorgehensweise bei der Sicherheitsschuh-Beschaffung für Belegschaften:

  1. Mitarbeiterfüße professionell oder nach dem Papier-Methode vermessen, Länge und Ballenumfang.
  2. Weite und Länge immer gemeinsam prüfen, nicht separat optimieren.
  3. Einlagenbedarf im Vorfeld abklären und Weitenwahl entsprechend anpassen.
  4. Modell-Testphase von mindestens fünf Arbeitstagen einplanen, bevor die gesamte Bestellung abgesetzt wird.
  5. Rückmeldung der Träger nach der Testphase einholen und Weite ggf. korrigieren.
Sicherheitsschuhe in verschiedenen Weiten bei Burgia Sauerland

Burgia Sauerland führt Arbeitsschuhe in verschiedenen Sicherheitsklassen, die für unterschiedliche Fußformen geeignet sind. Das Sortiment umfasst Modelle der Klassen S1, S1P, S2, S3 und S7 sowie Sicherheitsgummistiefel, jeweils in den gängigen Längengrößen und, je nach Modell, in verschiedenen Weiten.

Für Betriebe mit gemischten Belegschaften empfiehlt sich ein Blick auf die gesamte Sicherheitsschuhe S3-Kategorie sowie die Sicherheitsschuhe S1P-Kategorie, beide decken die häufigsten betrieblichen Anforderungen ab und stehen in Verbindung mit dem Burgia-Kundenservice zur individuellen Beratung zur Verfügung.

Beratung vor der Bestellung: Wer sich bei der Weitenwahl unsicher ist, kann den Rückruf-Service von Burgia Sauerland nutzen. Fachkundige Mitarbeiter helfen dabei, die richtige Kombination aus Klasse, Weite und Modell für den jeweiligen Einsatzbereich zu finden.

Sicherheitsschuhe in Extraweite sind keine Randerscheinung: Branchenerhebungen zeigen, dass in Logistikbetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten durchschnittlich 15 % – 20 % der Mitarbeiter Modelle in Weite W12 oder breiter benötigen. Eine vorausschauende Beschaffung, die diesen Anteil von Anfang an berücksichtigt, spart Nachbestellungskosten und reduziert Fehlzeiten durch Druckstellen oder Passformprobleme.

Verwandte Begriffe im Glossar

Die folgenden Begriffe stehen in direktem Zusammenhang mit dem Thema Sicherheitsschuhe Weite:

Häufige Fragen zu Sicherheitsschuhe Weite
Welche Weite ist Standard bei Sicherheitsschuhen?

Die Standardweite ist bei Atlas und uvex die Weite W10, bei Puma Safety beginnt die Reihe mit Weite 11. Diese Stufe passt für einen durchschnittlichen Fuß ohne Fußfehlstellung und ohne Einlagenbedarf. Die meisten im Fachhandel erhältlichen Sicherheitsschuhe werden primär in der Standardweite angeboten; breitere Ausführungen sind oft nur bestimmten Modelllinien vorbehalten.

Was ist der Unterschied zwischen Weite 11, 12 und 14?

Weite 11 entspricht einer leicht überdurchschnittlichen Fußbreite und bietet etwa 6 mm mehr Umfang als Standardweite W10. Weite 12 (Atlas) bzw. X W (Elten) bietet rund 12 mm mehr und ist für Spreizfüße und dünne Einlagen geeignet. Weite 14 (Atlas) bzw. XX W (Elten) bietet rund 24 mm mehr und ist für Plattfüße, Hallux valgus und starke orthopädische Einlagen ausgelegt. Die Werte beziehen sich auf den Ballenumfang in Millimetern und variieren leicht je nach Schuhgröße.

Kann ich normale Einlagen in Sicherheitsschuhe einlegen?

Konfektionierte Einlagen bis etwa 3 mm Stärke passen in Sicherheitsschuhe der Standardweite, sofern die Originaleinlage entfernt wird. Für orthopädisch gefertigte Einlagen ab 6 mm Stärke ist mindestens Weite W12 erforderlich. Laut DGUV Grundsatz 112-191 muss der Arbeitgeber bei medizinisch notwendiger Einlagenversorgung geeignete Sicherheitsschuhe mit ausreichender Weite bereitstellen, die Kosten trägt nicht der Beschäftigte.

Für wen eignen sich Sicherheitsschuhe in Extraweite W14?

Sicherheitsschuhe in Weite W14 sind für Träger mit Plattfuß, ausgeprägtem Spreizfuß, Hallux valgus, Lymphödemen oder starkem Einlagenbedarf geeignet. Auch Diabetiker mit erhöhter Druckempfindlichkeit benötigen häufig diese Weite. Sicherheitsschuhe in Extraweite W14 sind ausdrücklich nicht für Füße mit normalem oder schmalen Ballenumfang geeignet, zu viel Spiel erhöht das Umknickrisko und reduziert den Seitenhalt.

Welche Marken stellen Sicherheitsschuhe in breiten Weiten her?

Die bekanntesten Hersteller mit breitem Weiten-Angebot sind Atlas (W10. W14), uvex (Weite 10–14), Elten (SAFEGUARD-Serie mit X W und XX W), Puma Safety (Weite 11–14), FTG und Lemaitre. Elten bietet mit der SAFEGUARD-Produktlinie speziell auf voluminöse Füße abgestimmte Leisten und höhere Zehenkappen an, ein Passfortvorteil, der über die bloße Weitenangabe hinausgeht.

BR
Burgia Redaktion Arbeitsschutz-Experten, Burgia Sauerland

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