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Sicherheitsschuhe kaufen – S1 bis S7 | Ratgeber & Shop | Burgia.de

Sicherheitsschuhe kaufen – direkt vom Hersteller, ohne Händler-Aufschlag: Bei Burgia finden Sie zertifizierte Arbeitsschuhe mit Schutzkappe in allen Sicherheitsklassen von S1 bis S7 nach EN ISO 20345. Egal ob robuste Sicherheitsschuhe S3 für die Baustelle, leichte S1P-Schuhe für Lager und Logistik, spezielle ESD-Sicherheitsschuhe für die Industrie oder dauerhaft wasserdichte S7-Schuhe für GaLaBau und Forst: Unser Ratgeber hilft Ihnen in 15 Sekunden zur richtigen Klasse.

Günstige Sicherheitsschuhe kaufen – direkt vom Hersteller

Als Hersteller bieten wir Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345 ohne Händler-Aufschlag – für jeden Geldbeutel und jeden Einsatzbereich. Qualitative Modelle sind bereits ab 17,89 € erhältlich. Premium-Modelle mit erweiterter Ausstattung wie BOA®-Verschluss, ESD-Schutz oder Membran-Technologie finden Sie ebenfalls in unserem Sortiment. So finden Sie den passenden Schuh – ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Komfort.

Finden Sie Ihren Schuh in 15 Sekunden

Beantworten Sie nur eine Frage, um Ihre Mindestanforderung zu sehen:

  • Wo arbeiten Sie hauptsächlich?
    • Innen & trocken (z.B. Lager, Logistik): Sie benötigen mindestens S1 (mit Schutzkappe) oder S1P (mit zusätzlichem Durchtrittschutz).
    • Außen & nass (z.B. Bau, GaLaBau): Sie benötigen mindestens S3 (wasserdicht & durchtrittssicher) oder S7 (dauerhaft wasserdicht nach EN ISO 20345:2022).
    • In der Nähe von Elektronik (z.B. Industrie, Werkstatt): Achten Sie zusätzlich auf die ESD-Kennzeichnung.

Sicherheitsklassen S1–S7: Was bedeuten die Normen? (EN ISO 20345:2022)

Die maßgebliche Norm für Sicherheitsschuhe ist die EN ISO 20345, zuletzt aktualisiert im Jahr 2022. Sie legt die Mindestanforderungen für alle Schutzklassen fest. Jeder Schuh der Basisklasse SB erfüllt den Grundschutz mit Zehenschutzkappe – höhere Klassen ergänzen diesen um weitere Schutzfunktionen, die auf den jeweiligen Arbeitsbereich zugeschnitten sind.

Hier ist eine einfache Übersicht – unsere "Normen im Klartext"-Tabelle:

KlasseGrundschutzZusätzlicher SchutzTypischer Einsatzbereich
S1 Zehenschutzkappe (200 Joule), antistatisch, geschlossener Fersenbereich, öl-/benzinresistente Sohle - Trockene Innenbereiche (Lager, Werkstatt)
S1P Wie S1 + Durchtrittschutz Wie S1, aber bei Gefahr durch Nägel/Splitter
S2 Wie S1 + Wasserdurchtritts-Schutz Feuchte Innenbereiche (Lebensmittelindustrie)
S3 Wie S1P + S2 + Wasserdichtigkeit & profilierte Laufsohle Der Allrounder: Außenbereiche (Bau, Handwerk)
S5 Wie S3 Komplett aus Polymer (z.B. Gummi), daher 100% wasserdicht Nasse Umgebungen, z.B. als Sicherheitsstiefel
S7 Wie S3 + dauerhaft wasserdicht (nicht nur WRU-Test), Durchtrittschutz nach EN ISO 20345:2022 Extreme Außeneinsätze: GaLaBau, Forst, Wasserbau – überall, wo S3 an seine Grenzen stößt

Was bedeuten die wichtigsten Abkürzungen?

  • P: Durchtrittsichere Sohle
  • SRC: Höchste Rutschhemmung für optimalen Grip auf diversen Untergründen.
  • ESD: Schützt empfindliche Elektronik vor elektrostatischer Entladung (Antistatik).
  • DGUV 112-191: (früher BGR 191) Zulassung für die Verwendung orthopädischer Einlagen.
  • HRO: Widerstandsfähige Laufsohle gegen Kontaktwärme bis 300 °C – Pflicht für Schweißer und Gießer.
  • FO: Kraftstoffbeständige Sohle (Öl, Benzin) – seit EN ISO 20345:2022 als Zusatzkennzeichnung ausgewiesen.

Was hat sich mit EN ISO 20345:2022 geändert?

Die Norm wurde 2022 grundlegend aktualisiert. Schuhe mit dem Aufdruck EN ISO 20345:2022 auf der Brandsohle entsprechen dem aktuellen Stand. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Klasse S7 (neu): Entspricht S3, ist jedoch dauerhaft wasserdicht geprüft – nicht nur beim einmaligen WRU-Test. Ideal für Dauerbelastung im Nassen: GaLaBau, Forst, Entwässerung.
  • Neue Durchtrittschutz-Stufen: S3S (höhere Anforderung, 3-mm-Nagel) und S3L (Textil-Sohle als Alternative zu Stahl) ersetzen den früheren Einheitsstandard.
  • FO als Zusatzkennzeichnung: Kraftstoffbeständigkeit der Sohle ist jetzt ein explizit ausgewiesener Zusatztest statt stiller Grundanforderung.
  • Ältere Schuhe (Norm 2011): Noch zulässig und sicher – entsprechen aber nicht mehr dem aktuellen Normstand. Achten Sie beim Neukauf auf den Aufdruck 2022.

Entdecken Sie jetzt unsere Bestseller der Klasse S3

Sicherheitsschuhe nach Beruf und Einsatzbereich

Nicht jeder Arbeitsplatz stellt dieselben Anforderungen. Ob Handwerker auf der Baustelle, Fachkraft in der Elektronik oder Mitarbeiter in der Lebensmittelproduktion – der richtige Sicherheitsschuh richtet sich immer nach der konkreten Gefährdungslage. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, schnell die passende Klasse für Ihren Berufsalltag zu finden:

Branche / BerufEmpfohlene KlasseWichtige Eigenschaften
Bau & Handwerk S3 (DGUV-Pflicht) Durchtrittschutz, wasserdicht, profilierte Sohle
Lager & Logistik S1 oder S1P Leicht, antistatisch, komfortabel für lange Schichten
Elektro & Industrie S1P ESD ESD-Ausstattung, metallfrei, antistatisch
Lebensmittel & Küche S2 oder S3 Wasserdicht, Rutschhemmung (SRC), hygienisch
GaLaBau & Forst S3 oder S7 Robust, Membrane, dauerhaft wasserdicht – S7 für Dauereinsatz im Nassen

Worauf achten beim Kauf von Sicherheitsschuhen? Die 5 wichtigsten Kriterien

Hochwertige Sicherheitsschuhe zeichnen sich nicht allein durch ihre Norm aus – entscheidend ist das Zusammenspiel aus Schutz, Material und Passform. Wer täglich viele Stunden auf den Beinen ist, merkt schnell: Ein schlecht sitzender Schuh ist nicht nur unbequem, sondern kann langfristig zu Fehlbelastungen führen.

1. Das Obermaterial: Leder oder Textil?

  • Leder: Extrem robust und widerstandsfähig. Passt sich dem Fuß über die Zeit gut an und ist besonders langlebig bei rauen Einsatzbedingungen.
  • Textil/Synthetik: Sehr leicht und oft atmungsaktiver. Ideal für lange Schichten, bei denen Gewicht und Klimakomfort im Vordergrund stehen.

2. Die Schutzkappe: Stahl, Kunststoff oder Aluminium?

Die Zehenschutzkappe ist das Herzstück der Schutzwirkung – sie muss einem Aufprall von 200 Joule standhalten. Moderne metallfreie Sicherheitsschuhe mit Kunststoff- oder Fiberglas-Kappe bieten denselben Schutz, sind aber leichter und lösen keinen Metalldetektoralarm aus – ein entscheidender Vorteil in der Luftfahrt, Lebensmittelindustrie oder bei Sicherheitsbereichen.

3. Passform & Komfort für den ganzen Tag

Ein Sicherheitsschuh, der nicht passt, ist ein Sicherheitsrisiko. Achten Sie auf eine gute Dämpfung im Fersenbereich, um Stöße abzufedern. Für eine perfekte, individuelle Passform bieten Systeme wie das BOA® Fit System eine innovative Alternative zu Schnürsenkeln – besonders praktisch bei der Arbeit mit Handschuhen.

4. Sohlen-Eigenschaften: SRC, HRO und mehr

Nicht nur die Klasse, auch die Sohle entscheidet über die Sicherheit: Die Kennzeichnung SRC steht für höchste Rutschhemmung auf Fliesen und Stahl – Pflicht in vielen gewerblichen Bereichen. HRO (Heat Resistant Outsole) schützt vor Kontaktwärme bis 300 °C, ideal für Schweißer und Metallverarbeiter.

5. Sicherheitsschuhe für Damen: Mehr als nur die Größe

Sicherheitsschuhe für Damen sind speziell auf die Anatomie weiblicher Füße zugeschnitten. Sie nutzen einen schmaleren Leisten für besseren Halt und sind oft leichter konstruiert, ohne Kompromisse bei der Schutzfunktion einzugehen.

Hier geht's zur Auswahl an Sicherheitsschuhen für Damen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Was ist der Unterschied zwischen S1P und S3?
Beide haben Schutzkappe und Durchtrittschutz. Der S3-Sicherheitsschuh ist aber zusätzlich wasserabweisend und hat eine profilierte Laufsohle, was ihn ideal für den Außeneinsatz macht. S1P-Schuhe eignen sich eher für trockene Innenbereiche wie Lager oder Werkstätten.

2. Was ist der Unterschied zwischen Sicherheits- und Berufsschuhen?
Berufsschuhe (nach EN ISO 20347, Kennung O) haben im Gegensatz zu Sicherheitsschuhen (Kennung S) keine verpflichtende Zehenschutzkappe. Sie bieten aber je nach Klasse andere Schutzmerkmale und sind häufig in der Gastronomie oder Pflege im Einsatz.

3. Wie lange halten Arbeitsschuhe?
Bei täglichem Gebrauch wird ein Austausch alle 6–12 Monate empfohlen. Sichtbare Schäden am Obermaterial oder an der Sohle erfordern einen sofortigen Wechsel. Laut DGUV-Vorschriften sind Schuhe zudem regelmäßig auf ihre Schutzwirkung zu prüfen – nach einem schweren Aufprall auf die Kappe sollte der Schuh auch ohne sichtbaren Schaden ersetzt werden.

4. Muss mein Arbeitgeber die Schuhe bezahlen?
Ja, wenn eine Gefährdungsbeurteilung das Tragen vorschreibt, muss der Arbeitgeber die Kosten für geeignetes Schuhwerk übernehmen. Die Schuhe bleiben dabei Eigentum des Arbeitgebers und dürfen ausschließlich für berufliche Zwecke verwendet werden.

5. Wie pflege ich meine Lederschuhe richtig?
Entfernen Sie Schmutz regelmäßig mit einer weichen Bürste und verwenden Sie passende Lederpflegeprodukte. Lassen Sie nasse Schuhe langsam und ohne direkte Wärmequelle trocknen, um das Leder geschmeidig und formstabil zu halten.

6. Welche Sicherheitsschuhe brauche ich auf der Baustelle?
Auf Baustellen sind in Deutschland mindestens S3-Sicherheitsschuhe Pflicht – geregelt durch die DGUV-Vorschriften (BGV/DGUV). S3-Schuhe bieten Zehenschutzkappe, Durchtrittschutz, Wasserschutz und eine profilierte Laufsohle: genau die Kombination, die auf wechselnden und oft nassen Untergründen täglich gefordert wird.

7. Was bedeutet metallfrei bei Sicherheitsschuhen?
Metallfreie Sicherheitsschuhe besitzen eine Schutzkappe aus Kunststoff, Fiberglas oder Kohlefaser statt aus Stahl. Sie bieten denselben Schutz (200 Joule), sind aber leichter und lösen keinen Metalldetektoralarm aus – ein wichtiger Vorteil z.B. in der Luftfahrtbranche, bei Behörden oder in der Lebensmittelproduktion.

8. Sicherheitsschuhe S3 oder S1P – was ist besser?
Keiner ist grundsätzlich besser – die Wahl hängt vom Einsatzbereich ab. S1P ist die richtige Wahl für trockene Innenbereiche wie Lager, Büros oder Werkstätten. S3 überzeugt überall dort, wo es feucht, nass oder im Freien zugeht – also auf der Baustelle, im GaLaBau oder in der Landwirtschaft.

9. Kann ich Sicherheitsschuhe von der Steuer absetzen?
Ja. Wenn Sicherheitsschuhe beruflich notwendig sind und selbst bezahlt wurden, können sie als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegt bei 1.230 € jährlich. Bei höheren Berufsausgaben lohnt die Einzelaufstellung mit Kassenbelegen.

10. Wie oft sollte man Sicherheitsschuhe wechseln?
Bei täglicher Nutzung empfiehlt sich ein Wechsel alle 6 bis 12 Monate. Darüber hinaus besteht laut DGUV eine Prüfpflicht: Schuhe sind regelmäßig auf sichtbare Schäden wie Risse, stark abgenutzte Sohlen oder Verformungen der Kappe zu kontrollieren. Ein Schuh, der nach einem Aufprall äußerlich unversehrt wirkt, kann intern beschädigt sein – im Zweifel sofort tauschen.

11. Was ist der Unterschied zwischen S3 und S7?
Beide Klassen bieten Zehenschutzkappe, Durchtrittschutz und Wasserschutz. Der entscheidende Unterschied liegt in der Dauerhaftigkeit des Wasserschutzes: S3-Schuhe müssen den Wasserdurchtrittstest (WRU) einmalig bestehen. S7-Schuhe nach EN ISO 20345:2022 sind dauerhaft wasserdicht konstruiert und für Berufe gedacht, bei denen die Füße über viele Stunden im Nassen stehen – etwa im GaLaBau, Forst oder bei Rohrlegungsarbeiten.

12. Sind ältere Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345:2011 noch zulässig?
Ja. Schuhe, die nach der Norm von 2011 zertifiziert wurden, sind weiterhin zugelassen und bieten zuverlässigen Schutz. Die aktualisierte Norm von 2022 bringt jedoch neue Schutzklassen (S7) und präzisere Anforderungen. Beim Neukauf empfehlen wir, auf Schuhe mit dem Aufdruck EN ISO 20345:2022 zu achten, um stets auf dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik zu sein.